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Inhalt

Kurzbeschreibung des Begleitbandes

Tagungen

Foto einer Filmpräsentation im Rahmen der Unfallverhütungswoche 1950 in Wuppertal

Leitsatz "Reha statt Rente":
Die Rentenreform 1957 setzte auf umfassende Rehabilitation, um Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden. In den Reha-Kliniken wurde seit den 50er Jahren autogenes Training eingesetzt.

Kurklinik Westfalenheim der Landesversicherungsanstalt Westfalen, Bad Ems.

IV. Symposium der sv:dok
Präventionsgesetz – quo vadis?

 

Dokumentations- und Forschungsstelle der Sozialversicherungsträger
in Kooperation mit:
Deutsche Rentenversicherung Rheinland

Prof. Dr. Dr. Thomas Gerlinger, Fakultät für Gesundheitswissenschaft, Universität Bielefeld


Termin: Montag, 10. Februar 2014, 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Ort: Deutsche Rentenversicherung Rheinland, Königsallee 71, 40215 Düsseldorf

 

Aus wissenschaftlicher Perspektive ist kaum umstritten, dass Primärprävention und Gesundheitsförderung die Stiefkinder der deutschen Gesundheitspolitik sind – mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität und -erwartung gerade der sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Der politische Wille, diese Defizite zu überwinden, fehlte bislang allerdings. So zeigten die 2005 und 2008 gescheiterten Anläufe zu einem Präventionsgesetz, dass trotz der proklamierten Übereinstimmung in den Gesundheitszielen die Eigeninteressen von Bund, Ländern, Parteien und Sozialversicherungsträgern überwogen.


Mittlerweile ist wieder Bewegung in die Präventionspolitik gekommen. Der Bundesrat ergriff Ende 2012 die Initiative für eine Entschließung zu einem Bundespräventionsgesetz. Im September 2013 dann ließ der Bundesrat den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf durchfallen, der viel Kritik von Seiten der Opposition, Gesundheitswissenschaft und Verbände erntete. Beanstandet wurde vor allem, dass die sozialen Ursachen für gesundheitliche Ungleichheit ausgeblendet, die Verhältnisprävention vernachlässigt und wichtige Akteure der Primärprävention außen vor gelassen werden.


Nach der Bundestagswahl werden die Karten auch in Sachen Prävention neu gemischt. Auf der Tagung sollen die fachlichen Strategien für ein erneutes Präventionsgesetz diskutiert werden – und die Frage, wie diese politisch umgesetzt werden können. Zielgruppen für die Veranstaltung sind die Selbstverwaltungen, Geschäftsführungen und fachlich zuständigen Mitarbeiter/innen der Sozialversicherungsträger sowie Interessierte aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik.


Programm

10.00 Uhr
Begrüßung

Heinz Krumnack

Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Rheinland

 

Einführung

Prof. Dr. Dr. Thomas Gerlinger

Universität Bielefeld

 

10.30 Uhr
Wie weiter mit dem Präventionsgesetz?

Cornelia Prüfer-Storcks

Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg

 

11.00 Uhr
Diskussion

 

11.30 Uhr

Stand und Perspektiven der Prävention
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock
Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

 

12.00 Uhr

Diskussion

 

12.20 Uhr

Podiumsdiskussion:
Wege zu neuen Präventionsstrukturen der Sozialleistungsträger
Fritz Bindzius
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

 

Anne Janz
Stadträtin, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Städtetag

 

Heinz Krumnack
Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Rheinland

 

Günter Wältermann
Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg

 

14.20 Uhr
Diskussion

 

15.00 Uhr
Die Position der Landesregierung NRW zur Präventionspolitik

Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW

 

15.30 Uhr

Diskussion und Resümee

 

16.00 Uhr
Abschluss der Veranstaltung

 

Moderation
Dr. Marc von Miquel, sv:dok / Prof. Dr. Beate Blättner, Hochschule Fulda